Ganz OHNE Brei!!!!

Alles ganz ohne BREI!!

Die meisten Erwachsenen denken bei BEIkost sofort an kleine Plastiklöffel und Brei.
Es geht aber auch anders. Und wie ich finde, deutlich einfacher.

 

Wie ihr mitbekommen habt habe ich mich erneut für die BEIkosteinführung ohne Brei entschieden. 

 

Schon seit einigen Wochen bekomme ich immer wieder Fragen dazu, ob wir bereits Brei geben. Auch einige Breihersteller haben dazu Kooperationen angeboten, die ich alle dankend abgelehnt habe.

 

Grundsätzlich ist mir wichtig, das die Darmreife des Babys abgeschlossen ist und davon spricht man erst bei 180 Tagen nach der Geburt. Kurz gerechnet, stellt ihr schnell fest, dass dies nicht mit 4 Monaten der Fall ist.

 

Nun lassen wir das Thema Brei einfach mal bei Seite, denn es würde hier den Rahmen sprengen, daher gehen wir direkt zu BLW über, was Baby Led Weaning bedeutet. Kurz erklärt, das Baby steuert selbst wann, wie und in welchen Mengen es vom Familientisch isst. 

 

Größter Vorteil dabei ist, ihr müsst Mahlzeiten, bzw. die Zutaten nicht systematisch und nach „Zeitplänen“ einführen. Sobald was Baby sitzen kann bzw. mit minimaler Unterstützung und die 180 Tage erreicht sind, könnt ihr euer Baby an den Familientisch setzen und ihm das geben, was ihr auf eurem Teller habt. Euer Baby zeigt euch ganz schnell, ob es Lust hat Mitzuessen oder noch nicht. 

 

Eine kleine Regel gibt es, zu viel Salz und Gewürze sind noch nicht so gut. Daher eignen sich besonders gut Familiengerichte, die aus mehreren Komponenten bestehen, wie z.B. Fisch, Gemüse, Kartoffel und Sauce. Das Baby kann dann schon die ersten Kostproben direkt von eurem Essen starten. Ihr könnt notfalls euer Essen nachwürzen.

 

Erlaubt ist was gesund ist und sich gut essen lässt.
Idealerweise nutzt ihr Lebensmittel, die ihr selbst gerne als Mama in der Schwangerschaft gegessen habt, denn diese Sachen kennt das Immunsystem eures Babys.

 

Euer Baby wird mit der Zeit seine ganz eigenen Techniken zum selbstständigen Essen entwickeln und auch Vorlieben für dieses oder jenes Gemüse.

 

Äpfel oder Birnen, je nachdem wie fest sie sind, könnt ihr auch kurz garren, dann werden sie weicher. 

 

Wassermelone, das liebste Obst aller Kinder. Ist gerade jetzt zu warmen Tagen der Hit. Zusätzlich könnt ihr es bei zahnendem Baby gekühlt anbieten.

 

Praktiziert ihr Zuhause das klassische Abendbrot, perfekt.
Euer Baby kann Brot essen, Wurst, Käse (nur keine Rohmilch-Produkte) Gurke u.v.m.

 

Am Anfang landet noch nicht viel im Magen eures Babys, aber genau das ist der Sinn, euer Kind lernt Selbstständigkeit und stärkt seine eigenen Fähigkeiten. 

 

Auch beim „selbständigem“ Essen denkt bitte immer daran, es ist BEIkost und soll im ersten Jahr nicht vollständige Mahlzeiten ersetzen. Euer Baby sollte immer danach gestillt oder mit Formulanahrung gefüttert werden. Bei manchen Babys macht es Sinn sie auch vor dem Essen zu etwas zu stillen/füttern, damit sie geduldiger mit sich selbst beim Essen sind. Das ist von Kind zu Kind Typsache und ihr werdet das schnell merken, wenn ihr euer Kind dabei beobachtet.

 

Selbstständiges Essen macht Spaß und fördert die Kinder in so vielen Bereichen ihrer Entwicklung.

 

Habt keine Angst dass sich euer Baby verschluckt. Der Würgereiz liegt viel weiter vorne als bei uns Erwachsenen und die Babys reagieren da selbstständig ganz toll. Aus diesem Grund ist es so WICHTIG, dass euer Baby beim Essen sitzt und nicht halb in einer Schale liegen.

 

Geht ihr so vor uns lasst euer Baby ganz natürlich vom Familientisch essen, müsst ihr nie irgendwelche Schälchen, Plastikdosen oder Gläschen mittragen. Euer Kind kann überall mitessen. Es ist in vielerlei Hinsicht ein Seegen, denn euer Kind wird darin in seinen Fähigkeiten so bestärkt und lernt damit die nächsten Schritte und für euch wird es einfach sehr praktisch.

 

Ich habe euch nun grob erklärt wie wir vorgehen und warum ich es als Vorteil sehe. 

 

Nun seid ihr dran, welche Fragen liegen euch zu diesem Thema auf den Lippen? 

Soll ich auf etwas näher eingehen? 

Habt ihr euch auch für BLW entscheiden oder habt ihr zu große Sorge euer Kind könnte sich „verschlucken“? 

 

 

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